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2707

Beschluss des Konfliktvertrags auf Kisor.

Der Vertrag wird für sechs Jahre geschlossen zwischen 15 der 26 echten Gilden, davon vier Gilden als assoziierte Vertragspartner mit reduziertem Einsatz.

Neun Gilden treten dem Konfliktvertrag nicht bei, sondern blieben neutral. Dies zeigt, dass die Mittel der Kontroverse auf Kisor stark umstritten sind. Sieben Gilden treiben sogar weiterhin Handel mit Menschen, davon vier in den ersten zehn Jahren auch mit dem Solsystem. Die Gruppe der inoffiziellen Gilden blieb mehrheitlich neutral. Mit dem Konfliktvertrag entsteht auf Kisor der eigentliche Kriegsgegner der Koalition. Die teilnehmenden Gilden verpflichten sich, mindestens 40% ihrer Ressourcen für den Krieg zu verwenden. Das Oberkommando kann auf ca. 11% des gesamten wirtschaftlichen Potentials Kisors zurückgreifen. Nur dieser Beschränkung ist es zu verdanken, dass die Koalition trotz unterlegener Technik überhaupt bestehen kann, wenn auch nur unter Einsatz des gesamten wirtschaftlichen und technischen Potentials der menschlichen Sphäre. Auf einem Konfliktkongress 13 Jahre später treten sechs Gilden dem Vertrag bei, drei assoziierte Partner werden Vollmitglieder und zwei Gilden kündigen den Vertrag. Da sich die Koalition schon in der Defensive befindet, müssen die neu beitretenden Gilden wesentlich geringere Gewinnanteile akzeptieren. Durch den Zuwachs kann Kisor den Krieg ab 2720 mit 18% seiner Ressourcen führen.

2707

Kisor zieht seine Flotte in das eigene System zurück und beschränkt sich auf überraschende Bombardierungen auf Kolonien und Stützpunkte der Koalition.

Dabei fallen auch schwere Atomwaffen auf Tarus und Opal.

2708

Zur Jahreswende versucht die Koalition noch einmal Kisor zu überfallen, muss sich aber schnell zurückziehen.

Die kisorische Heimatverteidigung stützt sich auf die überlegene kisorische Technik und auf immense materielle Ressourcen. Unter dem Eindruck des überraschenden Terrorüberfalls der Koalition hatte die sogenannte erste Gilde die kriegführenden Gilden dazu verpflichtet, mindestens die Hälfte der Mittel allein für die Verteidigung des Kisorsystems aufzuwenden ("Totemverdikt"). Dieser Beschluss reduziert die offensive Kapazität Kisors deutlich und ist der eigentliche Grund dafür, dass die Koalition anfangs das Geschehen dominiert. Diese Phase dauert drei Jahre, dann wird das Verdikt immer deutlicher unterlaufen.

2708

Kontaktdrohung Kisors an die Kolonien der Menschen.

Das kisorische Oberkommando kündigt an, jeden Verkehr mit dem Solsystem als Kriegshandlung zu betrachten. Viele der äußeren Kolonien brechen daraufhin alle Kontakte ab.

Der Kontakt zur inneren Sphäre ist nicht nur durch Kisors Drohung verboten, sondern wird auf vielen Welten auch von der lokalen Gesetzgebung und der Exekutive durchgesetzt. Dies geschieht einerseits aus Angst vor Kisor, andererseits sind auch starke Kräfte in den Außenwelten froh, auf diese Weise von der Erde losgelöst zu sein. Eigentum solarer Fraktionen wird vielfach konfisziert oder faktisch enteignet, da die Eigentümer nicht mehr zu erreichen sind.

Bisher waren neue Planeten nur flüchtig erforscht und dann zur Besiedlung freigegeben worden. Meistens entstanden einige Städte mit Raumhafen und den umliegenden Siedlungen. Der Rest des Planeten blieb weitgehend unerforscht, denn die ansässigen Siedler hatten genug damit zu tun, ihr Einkommen zu sichern. Neue Auswanderungswellen ignorierten dann oft schon besiedelte Planeten, um sich auf völlig unbewohnten "eigenen" Planeten niederzulassen, obwohl sie auf älteren Kolonien Infrastruktur und eine erforschte Ökologie umsonst bekommen hätten.

Die Kolonien sind bei Kriegsbeginn schon weit genug entwickelt, um ohne die Koalition auszukommen. Trotzdem bedeutete der zeitweilige Verlust des Sol-Systems als Handelspartner einen harten Schlag auch für die Wirtschaft der äußeren Kolonien, denn die vielen Milliarden Menschen des Solsystems und der Erde sind bei weitem der größte Absatzmarkt der menschlichen Sphäre.

Die Industrie und die Handelsgesellschaften, die dort draußen ihre Basis haben, hatten aber genug Zeit, um sich auf die neue Lage einzustellen. Sie wenden sich nach außen, anderen Völkern zu und konzentrieren sich auf Konsolidierung und Ausbau der bisher besiedelten Planeten, da der Auswandererstrom, der ständig nach neuen Planeten verlangte, abbricht. Dies führt zu einer Gesundung der Struktur der Außenwelten.

2709

Fragmentierung der Koalitionstruppen.

Die Kräfte der Koalition sind so zersplittert, dass es für Kisor leicht ist, immer wieder kurze erfolgreiche Angriffe gegen Menschenwelten zu führen.

Auf Newhouse und Demeter finden sogar erfolgreiche Landungen statt.

2709

Die Strategie der Koalition, Kisor zu isolieren, zeigt Wirkung.

Handelspartner und Verbündete Kisors werden zum Abfall bewegt (Tudiey, Ticudeztu u. a.) und seine Basen zerstört oder eingenommen (Typhon: Zentrum der sogenannten äußeren Flotte erobert).

Die solare Geschichtsschreibung verharmlost meistens die Vorgänge um Ticudeztu. Der Planet wurde erst durch schwere Bombardements zum Bruch mit Kisor gezwungen. Die Eroberung Typhons war dagegen ein echter Husarenstreich. Ihr Gelingen ist dem Wagemut des militärischen Einsatzkommandos und dem Einfallsreichtum der beteiligten Computerspezialisten zu verdanken, die gemeinsam 70% des Verteidigungssystems neutralisieren konnten.

2710

Kisor verhindert erfolgreich weitere Angriffe auf eigene Stützpunkte indem es die Koalition zum Schutz der Kolonien zwingt.

Trotzdem werden u.a. die beiden alten Kolonien Herault und Liberia durch Kisor besetzt.

2710

Rückzug der Koalition.

Die Koalition konzentriert sich auf den Schutz des Sol-Systems und weniger naher Kolonien, wie Cobol und Polean. Kisors Flotte siegt in der Schlacht um Polean und kann Bodentruppen landen.

2711

Fox-Katastrophe.

Nach der Drohung Kisors, jede Verbindung mit der Erde als feindliche Geste zu betrachten, laufen fast keine Schiffe der Außenwelten mehr das Solsystem an. Wenn Schiffe von den Kisori aufgebracht wurden, konnte es schlimme Folgen für den Ursprungsplaneten des Schiffes haben.

Das Fox-System, eigentlich weit vom Kriegsschauplatz entfernt gelegen, wird so in den Krieg hineingezogen. Nachdem die Kisori Fox als Heimathafen eines Konvois vom Sol-System nach Cobol identifiziert hatten, wird der Planet besetzt und geplündert, zwei Jahre später von Koalitionstruppen in schweren Kämpfen befreit und weitere drei Jahre darauf wieder geräumt. Die Nationalversammlung erklärte den Austritt aus dem Krieg. Trotzdem wird der Planet von Einheiten der eigentlich nicht am Krieg beteiligten Vika Gilde besetzt und erneut geplündert. Der Planet wird von den Gildetruppen 70 Jahre lang gehalten. Die Bevölkerung leidet sehr unter der Besatzung, da die Gilde die Wirtschaft kontrolliert und den Ertrag abschöpft bis nahe an das Existenzminimum für die Bevölkerung. Guerillaaktionen der Menschen und Terror der Besatzer führen dazu, dass die Bevölkerung mehrere Jahrzehnte lang ständig in Angst und Schrecken lebt.

2712

Gegenangriff der Koalition.

Ein gewagter, aber gelungener Überfall auf die Kisor-Zwillinge bringt das Ende der Belagerung.

Der Überfall betrifft nur die Monde und den Südpolkontinent Kisor Alphas. Er ist zu schwach vorgetragen, um kriegsentscheidend zu sein. Das bleibt dem kisorischen Oberkommando nicht verborgen. Der Aufruhr in Kisors Öffentlichkeit führt aber dazu, dass fünf der am Krieg beteiligten Gilden das Oberkommando wieder zum verstärkten Schutz des Kisor-Systems zwingen. Das hat die Aufgabe der Belagerung zur Folge. Das Totemverdikt, die Pflicht mindestens 50% der Ressourcen zur Verteidigung abzustellen, wird erneuert und ausgeweitet. Es erhält kurz vor Kriegsende sogar Verfassungsrang.

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