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Begriffsveränderung: Reshumanis wird zum Synonym für das Imperium der Menschen.

Seit über 100 Jahren befindet sich die Allianz der Menschenwelten im Konflikt mit der Chinti-Domäne. Reshumanis hat die Verteidigungsanstrengungen gebündelt, die Systeme gesichert und bedeutende Erfolge gegen Chinti-Schwärme und Schwarmherzen erzielt. Reshumanis ist die interstellare Organisation, die hunderten Milliarden Sophonten der menschlichen Sphäre Sicherheit gibt.

An der Spitze steht Akari II., Präsidentin von Reshumanis im Solsystem, Beschützerin des Solsystems, Präsidentin der Cobol-Föderation, Oberkommandierende der Reshumanis-Streitkräfte, per Referendum bestätigte und von allen Mitgliedern gewählte ständige Präsidentin des interstellaren Exekutivrats.

Der Begriff Reshumanis war angelehnt an das lateinische res publica (wörtlich "öffentliche Sache", speziell "Gemeinwesen"). Reshumanis bezeichnete die "Sache der Menschen". Tatsächlich war Reshumanis nie eine Republik. Reshumanis wurde gegründet als militärische Allianz von Menschenwelten und war wiedererstanden als Identifikationsmerkmal für alle von Menschen besiedelten Systeme der inneren Sphäre während der Rückeroberung des Solsystems.

Als im Solsystem nach der Dellianer-Besatzung die staatlichen Strukturen wiederhergestellt wurden, wählte Akari I. den Namen der interstellaren Reshumanis-Allianz auch für die Organisation des Solsystems. Sie grenzte die neue Regierung damit bewusst ab von den Vorläufern im Solsystem, der United Planets (UPO) und der solaren Koalition. Sie verwendete den Namen unter dem das Solsystem befreit wurde. Reshumanis war schon damals ein Ideal der Freiheit. Wieder 130 Jahre später, nach einem langen schweren Krieg in dem nur die Reshumanis-Allianz zwischen der Menschheit und dem Untergang steht, verspricht der Begriff Sicherheit.

Hunderte Milliarden Menschen – inklusive Genmods, Transhumane, Mashups und Infosophonten, ob Bios, Mechs oder Hybride – verwenden den Begriff als ob sie "unser Imperium" sagen würden. Reshumanis ist ihr Staat, ihre Heimat. Und Akari II. ist ihre Beschützerin.

Umgangssprachlich wird statt "Präsident" inzwischen auch der Begriff "Beschützer" benutzt. Der Titel stammt ursprünglich von den barbarischen Fremdherrschern des Solsystems. Aber für mehrere Generationen bezeichnete er die oberste Autorität für die Milliarden Sophonten eines ganzen Sonnensystems. Akari I. übernahm den Titel, um auszudrücken, dass mit ihrem Amtsantritt als Präsidentin nun die Menschen wieder sich selbst regieren. Der Titel Beschützer gilt formal nur im Solsystem. Aber Akari II. wird auch in anderen Systemen als Beschützer bezeichnet. Inzwischen ist sie informell Beschützer der Menschheit.

Sie ist damit in den Augen (und Optiken) der Menschen die oberste Autorität der menschlichen Sphäre, mit anderen Worten: die Imperatorin.

Neben dem Imperiumsbegriff haben sich auch andere Bedeutungen gewandelt. "Präsident" wurde zum Synonym für einen Herrscher, den man früher König genannt hätte. "Senatoren" bezeichnet eher Angehörige reicher Familienclans, als gewählte Volksvertreter. "Berater" sind hohe Würdenträger mit Einfluss auf die Regierungsgeschäfte und oft ressortübergreifenden Vollmachten. Die Posten der "Minister", früher die leitenden Mitglieder der Regierung mit Kabinettsrang, werden mit Beamten besetzt. Zum Beispiel sind die "Innenminister" die Chefs der diversen zivilen Polizeieinheiten. Der Berater für Inneres (Consultant of the Interior) leitet die übergeordnete Behörde und der oberste Strategieberater (Chief Consultant of General Strategy) bildet mit anderen "Chefberatern" die Regierung des "Präsidenten".

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Die Völker Thoas werden vor einer planetenweiten Eiszeit gerettet.

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Der satereynische Händler Schansi bringt die ersten Nanogehirne von Kirin (1350 Lj) zur Erde.

Die sogenannten Nanogehirne sind nichtspezialisierte allgemein verwendbare KI ohne Bewusstsein im Miniaturformat. Die KI läuft auf physikalisch wesentlich kleinerer Infrastruktur, als es dem weit verbreiteten Stand der Technik entspricht. Die technischen Grundlagen unterscheiden sich von der Standardtechnik. Die verwendeten Kompensationsparadigmen sind außerhalb von Kirin nicht bekannt. Aus diesem Grund ist Kirin lange Zeit die einzige Quelle für mikroskopische KI-Ausrüstung, die aufgrund der Kosten vor allem zu militärischen Zwecken eingesetzt wird.

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Besuch einer Gesandtschaft der Yalung, die die Nachfolge auf Mansalu antreten, auf der Erde.

Die Mansalu gaben Ihre Führungsrolle im Herrschaftsbereich freiwillig an ein anderes Volk ab. Yalung übernahmen nicht nur den Herrschaftsbereich, sondern sogar auch die Verwaltung des Mansalu-Komplexes. Im Verlauf von 20 Jahren werden alle - von natürlichen Intelligenzen ausgeführten - Entscheidungsfunktionen auf Yalung übertragen. Die reale Mansalu Anteil der Bevölkerung (20%) am Mansalu-Komplex nimmt in den Folgejahren langsam ab. Gerüchten zufolge steigt gleichzeitig die netzseitige Mansalu Bevölkerung an.

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Brückenkopf bei Sigma Tschzssfs.

Der 17. imperialen Proaktivflotte gelingt die Vernichtung mehrerer Chinti-Schwarmflotten durch eine koordinierte Aktion in wichtigen Chinti-Abwehrsystemen und der Schwarmherzwelt Szshnszz.

Die meisten Systeme kann man so nahe an der Chinti-Domäne nicht lange halten, aber eines der Chinti-Randsysteme, Sigma Tschzssfs, kann doch als vorgeschobene Basis befestigt werden.

In den drei vorangegangenen Jahren wurden dafür die ballistischen Schilde abgelegener Imperiumssysteme ausgedünnt und ihre aktiven Komponenten auf Megafrachter verladen. Die Frachter folgen der Flotte nach Tschzssfs und entladen die Bauteile für einen ballistischen Schild mit dem das System vor Hochgeschwindigkeitsangriffen geschützt werden kann.

Zur Installation werden viele Gigatonnen an Material herangeführt. Neben den Komponenten des Schilds bringen Frachter Milliarden Reparatur- und Konstruktionsdrohnen in das System. In Windeseile wird die Infrastruktur für das technische Personal bereitgestellt, darunter fünf Millionen Menschen und 30 Millionen Uploads in Mechs. Andere Frachter bringen vorbereitete Ausrüstung zur Ressource-Extraktion und hunderttausende militärische Autofabs für in-Situ Herstellung antiballistischer Munition. Tausende elektromagnetische Katapulte verteilen Tiefraumsperren im System. Dazu werden einige Millionen Kubikkilometer Gestein aus den Asteroidengürteln bewegt und in weite Umlaufbahnen geschossen.

Der Energiebedarf ist gewaltig. 80 Gasminer sichern den Brennstoffnachschub für tausende Fusionsparks im ganzen System. Die Gasminer sind selbst Giganten und nicht alleine interstellarflugfähig. Für ihren Transport werden die größten ÜL-Schlepper des Imperiums gebraucht. Sie sind schon vor Monaten aufgebrochen. Die Imperiumswelten leben solange von Brennstoffreserven, die über mehrere Jahre angelegt wurden. Mehr als zehntausend Frachter bilden eine Versorgungskette von den nächsten Imperiumswelten nach Sigma Tschzssfs. Die Konvois bekommen Geleitschutz von Begleitgeschwadern, die vom Schutz kommerzieller Transporte aus dem ganzen Imperium abgezogen wurden.

Während der Installation muss das System ständig verteidigt werden. Die Schwarmflotten sind zwar geschwächt. Aber sie attackieren über Monate hinweg, um die Befestigung des Systems zu verhindern. Drei Abwehrflotten, die sonst bevölkerungsreiche Systeme schützen, sind bei Tschzssfs zusammengezogen. Zusätzlich wurden die Verbände der siegreichen 17. Flotte nach Tschzssfs verlegt und dort mit neuem Material versorgt bzw. repariert. Beschädigte Schiffe werden nicht in die Basen zurückgezogen, sondern vor Ort instandgesetzt, um die lange Transitzeit einzusparen. Zu diesem Zweck wurden die Reparatur- und Versorgungsschiffe einiger anderer Großverbände bei Tschzssfs stationiert. Einige tausend Frachter dienen als provisorische Lenkwaffenplattformen bis die militärische Infrastruktur in Betrieb ist. Sie bilden die erste Verteidigungslinie und erleiden große Verluste.

Das Oberkommando des Imperiums geht ein großes Risiko ein, um Sigma Tschzssfs als Brückenkopf zu sichern. Der Plan ist, von dort aus in die Chinti-Domäne vorzudringen. Aber dafür muss das System am Rand der Chinti-Domäne so befestigt werden, dass auch jahrelange Saturierungsangriffe die Verteidigung nicht bezwingen können. Gelingt das, dann erhält das Imperium eine Operationsbasis von der man schnelle Angriffe tief in die Chinti-Domäne durchführen kann. Gleichzeitig werden dauerhaft signifikante Kräfte des Gegners um Tschzssfs gebunden.

Bevor sich die Chinti erholen, muss in kürzester Zeit eine Infrastruktur geschaffen werden, für deren Aufbau wohlhabende Systeme sonst Jahrzehnte brauchen. Das Oberkommando setzt alles auf eine Karte.

In Erwartung dieses Durchbruchs wurde die Verteidigung anderer Systeme geschwächt. Wesentliche militärische Kräfte wurden verlagert und riesige Mengen an Ressourcen herangeschafft. Gigantische Frachtkapazitäten sind dadurch gebunden. Der interstellare Handel im Imperium geht merklich zurück. Mobilität und Schlagkraft der übrigen Flotten sind beeinträchtigt. Mehrere Gefechte und die 3. Schlacht bei Ithacae gehen deshalb verloren. Die dortige Basis der (reduzierten) 21. Abwehrflotte wird vernichtet. Ithacae wird durch kinetische Schläge ausgelöscht. 200 Millionen verlieren ihr Leben, davon 30 Millionen final.

Ein Verlust der 17. Flotte wäre zu einem großen strategischen Nachteil geworden. Nicht nur wegen der militärischen Niederlage, sondern vor allem wegen der Verschiebung von Ressourcen, die – in der Annahme eines Sieges – über Jahre zusammengezogen und dann monatelang nahe an Tschzssfs herangeführt wurden.

Aber der Plan funktioniert. Die 17. Flotte erreicht ihr Missionsziel. Der Brückenkopf kann befestigt und gehalten werden. Das Imperium hat nun die strategische Initiative und gibt sie nicht mehr ab. In den nächsten 20 Jahren wird die Chinti-Zivilisation befriedet. Sie wird besiegt, entmilitarisiert, reduziert, marginalisiert und letztlich weitgehend ausgelöscht.

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