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2851

Katastrophaler Zusammenstoß eines Asteroiden mit dem Planeten Begun.

Wundersame Rettung der Bevölkerung durch den Eingriff einer unbekannten Macht.

Begun (131 Lj) wurde 60 Jahre zuvor vom Explorer-Schiff Jaipur entdeckt. Auf dem Planeten gibt es eine vorindustrielle Zivilisation. Einige Jahre später richtet das xenopologische Institut von Anawrahta (Süd-Funan auf Suvarnabhumi) einen kleinen Außenposten ein. Intelligente Völker sind generell von wissenschaftlichem Interesse. Jedes Volk bereichert die xenopologische Forschung durch seine Eigenheiten.

Nach fast 20 Jahren Routinearbeit entdeckt ein anfliegendes Versorgungsschiff einen 700 km großen Asteroiden auf Kollisionskurs. Der Asteroid ist noch zehn Orbits (40 Jahre) von der Kollision entfernt, aber die automatische Trajektorienextrapolation der Schiffsysteme meldet den potentiellen Impact. Der Fund taucht kurz in interstellaren Nachrichtendiensten auf. Da die Kollision damals noch weit in der Zukunft liegt, verschwindet das Thema schnell wieder.

Ein Jahr vor dem Einschlag wird in einigen Medien über eine Hilfsaktion diskutiert. Die Verschiebung eines 700 km großen Himmelskörpers aus seiner Bahn innerhalb der verbleibenden Monate würde immensen Aufwand erfordern. Die Aufmerksamkeit der größeren Regionalmächte ist zu dieser Zeit vor allem durch das Neobarbarenproblem gebunden. Übergriffe von Neobarbaren aus verschiedenen Völkern auf Zentren der interstellaren Zivilisation nehmen immer mehr zu. Angesichts dieser Bedrohung erscheint ein großer angelegter Einsatz technischer oder militärischer Kräfte nicht möglich.

Private und öffentliche Hilfsorganisationen verschiedener Völker versuchen Eingeborene zu evakuieren. Tatsächlich laufen einige Rettungsprogramme schon seit zehn Jahren. Die solare Goodwill Kampagne trägt einen großen Teil der Last. Es zeichnet sich ab, dass nur ein Bruchteil der Bevölkerung evakuiert werden kann.

Gleichzeitig versuchen Schlepper den Asteroiden zu bewegen. Auch diese Aktivitäten werden vor allem durch private Organisationen getragen. Bemerkenswert ist der Einsatz kisorischer Alturisten mit 80 Schleppern, die von gemieteten Flottentendern herangebracht werden. Der Himmelskörper zeigt eine überraschend hohe Trägheit, die weder zur errechneten Masse, noch zur gemessenen Gravitation passt. Die Abweichung bleibt ein physikalisches Rätsel. Die Flugbahn ändert sich weniger als erwartet, zu wenig, um den Planeten zu retten.

Wenige Tage vor dem Einschlag werden die Evakuierungen abgebrochen. Die Hilfskräfte ziehen sich zurück. Einige Millionen Bewohner konnten gerettet werden. 20 Millionen bleiben zurück. Viele waren noch nicht einmal kontaktiert und wissen nichts von ihrem Schicksal. Einige verzweifelte Aktivisten weigern sich zu gehen. Sie berichten von weißen Engeln, die Zurückgebliebene in den Himmel führen. Der Einschlag kommt wie erwartet. Er ist ein kataklysmisches Ereignis mit einer Zerstörungskraft weit jenseits der Torino Skala, vergleichbar mit dem Einschlag auf der Erde bei dem der Mond geformt wurde.

Einige Tage später tauchen viele Millionen der Eingeborenen auf mehreren bewohnbaren Planeten der Umgebung auf. Schätzungen zufolge wurde fast die gesamte Bevölkerung gerettet. Wie das geschah bleibt unklar. Aufzeichnungen automatischer Kameras zeigen weiße (Energie-?)Nebel, die wie aus dem Nichts überall erscheinen und vermutlich mit den beschriebenen Engeln in Verbindung stehen. Man vermutet, dass die Nebel zu einem sehr fortschrittlichen Transportsystems einer unbekannten Macht gehören.

Auch die überraschend große Masseträgheit des Asteroiden bleibt unerklärt. Es gibt Spekulationen, dass eine unbekannte Macht die Bemühungen der Schlepper behinderte. Der Transport der gesamten Bevölkerung erscheint viel aufwändiger, als eine Ablenkung des Asteroiden. Zur Frage, warum der Zusammenstoß nicht verhindert wurde, aber dafür die Einwohner gerettet wurden, gibt es nur Spekulationen. Möglicherweise wollte diese unbekannte Macht gewährleisten, dass der Zusammenstoß stattfindet, wie von der Natur vorgesehen, rettete aber im Gegenzug die Bevölkerung.

Die weißen Nebel erinnern an die Energieblasen der Contour 60 Jahre zuvor.

Die Rettung der Beguner ist ein interstellares Medienereignis ersten Ranges.

Auf mehreren Planeten der Umgebung (solare Kolonien, kisorische Vasallen und viele andere Völker) sind nun Millionen heimatlose Beguner zu versorgen.

Das Ereignis führt unter den Begunern auf verschieden Planeten zur Gründung mehrerer Errettungsreligionen, die sich in den folgenden Jahrhunderten heftig bekämpfen.

2853

Dellianer und Allen plündern im äußeren Solsystem.

Es entsteht großer Sachschaden. Ein Verbund von Miliz- und Polizeischiffen kann die Angreifer zurückdrängen. Die Koalitionsflotte greift nicht ein.

Die Verteidigung des Solsystems ist aufgrund der politischen Zersplitterung nicht zentral organisiert und reagiert nur langsam. Die wenige Jahre zuvor begonnenen Befestigungen sind noch nicht bereit. Das Solsystem gilt bei den Barbaren als leichte Beute. Dies entspricht zum Teil der Wahrheit. Die Wirtschaft des Solsystems hat sich in der langen Friedensperiode hervorragend entwickelt. Trotz der finanziellen Verluste der vorangegangenen Jahre bietet das Solsystem für Plünderer einen enormen Reichtum an Gütern, Einrichtungen und industrieller Substanz. Das Solsystem erlebte eine historisch beispiellose Friedensperiode mit nur kleinen Konflikten. Es gibt keine wesentliche Kriegsflotte. Viele Mächte im System und auf der Erde bauen seit dem Lishi-Vorfall Verteidigungskräfte auf. Vorrang hat aber immer noch die Goodwill-Kampagne.

2854

Sklavenaufstand in Benut/Gorman.

Der Aufstand greift schnell auf das ganze System über. Befreite Sklaven tragen den Aufstand zu anderen Welten des Imperiums. Das Imperium fällt innerhalb von zwei Monaten.

Sklavenräte aus Mitgliedern verschiedener Völker übernehmen die Macht auf Gorman und anderen Planeten. Eine bemerkenswerte Integrationsfigur, der Dellianer Krell, bildet eine Art Wanderregierung im ehemaligen Imperium und bindet alle wichtigen Fraktionen und Räte ein. Die Lage stabilisiert sich abgesehen von kleineren Konflikten. Krells Vision ist ein friedliches Miteinander aller ehemaligen Sklaven auf den Welten des ehemaligen Imperiums von Gorman.

2855

Kisor interveniert im Khe-Ti-San System und rettet die Bewohner des Dreiplanetensystems vor den Übergriffen der Mirianischen Söldner.

Das System bleibt unter Kisors Hoheit.

Der Honold von Ti, einem der drei Planeten, hatte Kisor zu Hilfe gerufen. Kisor installierte in der Folge eine starke Flottenbasis. Khe-Ti-San finanziert fast vollständig den Unterhalt der Schutztruppen. Faktisch okkupiert Kisor das System und muss sich schon bald mit einer aktiven und gewalttätigen Befreiungsbewegung auseinandersetzen.

2857

Ausdehnung des kisorischen Einflußbereichs unter der merantischen Diktatur auf umliegende Sonnensysteme.

Daraufhin Proklamation der kisorischen Domäne. Das Ereignis stellt einen Wendepunkt in der kisorischen Politik dar. Zum ersten Mal seit 800 Jahren wird die kisorische Politik offen imperialistisch definiert. Äußerer Grund dieser Entwicklung ist die Notwendigkeit, sich und befreundete Völker vor Neobarbaren zu schützen.

2858

Ermordung von Krell auf Gorman.

Viele Fraktionen rufen eigene Herrscher aus und bekämpfen sich gegenseitig. Das Sklavenimperium eruptiert in Bürgerkriegen.

Nach der Revolution galt das ehemalige Imperium mehrere Jahre als Beispiel für ein friedliches Zusammenleben vieler Völker. Stabilität, Toleranz und Wirtschaftskraft rufen Bewunderung hervor. Sogar die ehemaligen Herren des Imperiums werden friedlich integriert. Die provisorische Regierung bekommt viel Unterstützung von benachbarten Nationen, sowohl politisch, als auch wirtschaftlich. Aber anscheinend war die Stabilität nur dem charismatischen Führer zu verdanken. Nach seinem Tod löst sich der Verbund auf und zieht die Umgebung mit in den Abgrund.

Gorman hatte vor allem primitive Völker der Umgebung versklavt. Die Sklaven suchen den Kontakt zu ihren Heimatwelten und scheuen sich nicht, diese zu bewaffnen, um andere Fraktionen und Völker zu bekämpfen. Das industrialisierte Imperium von Gorman wird zu einer Quelle von Hochtechnologie für viele Völker niedriger Entwicklungsstufen und verschärft damit das Neobarbarenproblem. Die gesamte Region geht in Flammen auf.

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