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2840

Überfall der Lochnagar, einem Stamm der Auchentosanerhorden, auf Lishi.

Lishi ist ein hochindustrialisierter Planet, wird aber völlig überrascht und hat auch keine bedeutenden Verteidigungseinrichtungen. Das System ist eng mit der interstellaren Zivilisation und besonders mit den anderen von Menschen bewohnten Planeten verbunden. Eine große Zahl von Flüchtlingen verteilt sich auf die umliegenden Systeme. Spätestens mit dem Überfall auf Lishi wird der solaren Menschheit das Neobarbarenproblem bewusst.

2841

Entdeckung des leuchtenden Tempels von Demeter.

Der Tempel scheint von innen heraus kalt zu glühen. Die Leuchterscheinung tritt Anfang des Jahres völlig überraschend auf und bleibt seitdem konstant. Sie wird als optischer Teil der Streustrahlung einer nur ansatzweise verstandenen Reparatureinrichtung angesehen.

Der Tempel gehört zu einer Ansammlung von Ruinen im Dschungel des südlichen Radaman Kontinents. Die wahre Funktion des sogenannten Tempels ist nicht bekannt. Das Alter der xenoarchäologischen Artefakte wird auf 50.000 Erdjahre geschätzt. Ein Großteil der Installationen ist stark verfallen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auf Demeter einst noch wesentlich mehr Artefakte gegeben hat, dass die meisten aber inzwischen stark verwittert dem Urwald zum Opfer gefallen sind.

Nur wenige Objekte sind noch gut erhalten. Zu dieser Gruppe gehört auch der berühmt gewordene Tempel. Der Tempel war mit anderen größeren Artefakten schon kurz nach der ersten Besiedlung Demeters 2684 bei einer Routinedurchmusterung registriert worden. Es dauerte aber 15 Jahre bis die ersten Artefakte auf Radaman von Forschern untersucht wurden.

Demeters Artefakte sind über den südlichen Teil des Radaman Kontinents verstreut. Es gibt größere Strukturen, von denen man annimmt, dass sie aus hunderten von Objekten bestehen und einige Einzelobjekte, die keiner Struktur zugeordnet werden konnten. Auf dem nördlichen Radaman und auf anderen Kontinenten existieren nur sehr wenige xenoarchäologische Objekte. Sie sind alle stark verwittert und mit bloßem Auge nicht erkennbar. Die Größe der Artefakte reicht von 3x3 m bis zu 300 m Durchmesser und 50 m Höhe.

Der Tempel bildet den südlichen Scheitelpunkt einer 800 km x 1200 km durchmessenden elliptischen Anordnung von Konstruktionen ähnlicher Bauweise. Der Tempel bietet bei Nacht einen spektakulären Anblick. Er scheint von innen heraus zu leuchten und hebt sich damit weithin sichtbar vom nächtlichen Dschungel ab. Die Leuchterscheinung ist erstmals 2841 bei einem Standardscan aufgefallen und vier Wochen später von Forschern der Theophrastus Universität besucht worden.

Satellitenscans werden vom Globalen Überwachungssystem regelmäßig durchgeführt. Demeters GSS fährt täglich IR und Radar Scans. Die optische Durchmusterung bis 10 cm Auflösung geschieht wöchentlich im Tag/Nacht Wechsel. Bei der optischen Durchmusterung fallen ca. 2500 PB Daten an, die seit 2765 von der Theophrastus Universität verarbeitet werden. Im Gegenzug finanzierte das GSS eine hyperparallele KI, von der 30% für andere Forschungsprojekte eingesetzt werden können.

Die KI benachrichtigte den GSS Autooperator über die Leuchterscheinung, der daraufhin eine automatische Hoversonde entsandte. Der Klassifikator stufte die Ergebnisse der Sonde als nicht zeitkritisch ein, so dass die Nachricht erst nach 19 Tagen einem menschlichen Operator zur Kenntnis gelangte.

Der Tempel ist das am besten erhaltene Artefakt von Demeter. Er zeigt keine Verwitterungserscheinungen. Analysen der vergangenen Jahre lassen einen passiven potentialbasierten Selbstheilungsmechanismus der Oberflächenschichten erkennen, der weit über unsere technologischen Möglichkeiten hinausgeht. Die Strahlung im sichtbaren Licht scheint eine Nebenwirkung des Selbstheilungsbetriebs zu sein.

Später entdecken Wissenschaftler einen Fluss hochenergetischer Neutrinos in den äußeren Schichten des Baumaterials. Die Flussdichte ist über Notsob Stora Transformationen mit der Anordnung des Baumaterials korreliert. Die Teilchen, zerfallen ohne messbare Zwischenstadien und scheinen eine isotrope Emission blauer Photonen zu induzieren, die als bläulicher Schein wahrgenommen werden. Die Neutrinos werden von Wissenschaftlern als Streustrahlung des Hintergrundpotentials interpretiert.

Die Wirkmechanismen potentialbasierter Selbstheilung sind bisher nur ansatzweise theoretisch verstanden. Ein konstantes Hintergrundpotential erzeugt eine Kraft, die die Teilchen eines Objekts in der Gleichgewichtslage hält, bzw. diese nach Auslenkung wieder in die Gleichgewichtslage bringt. Ein zusätzlicher Dämpfungsterm entnimmt potentielle Energie und verhindert Oszillationen.

Nach heutigen Erkenntnissen gelingt es den Erbauern der Anlagen vermutlich über eine künstliche Symmetriebrechung ein Vektorpotential zu stabilisieren, dessen reale Amplitude ortsabhängig den Feldvektor bereitstellt, um Materie in der gewünschten Form zu fixieren.

Man vermutet, dass die kinetische Dämpfung Energie in das Vektorpotential rückführt, dieses also effektiv Energie aus der Wechselwirkung mit der Umgebung bezieht und dabei gleichzeitig die Auswirkungen externer Einflüsse nivelliert.

Möglicherweise ist die Felderzeugung aber nicht versorgungs- und wartungsfrei. Bisher wurde nur dieses eine Objekt entdeckt bei dem der Mechanismus in Betrieb ist. Bei anderen Objekten gibt es Hinweise, dass in früherer Zeit ähnliche Anlagen aktiv waren, die aber jetzt anscheinend ausgefallen sind.

Man nimmt an, dass viele, wenn nicht sogar alle von Demeters Artefakten einst durch einen vergleichbaren Konservierungsmechanismus geschützt waren. Im Laufe der Zeit sind die Anlagen anscheinend ausgefallen und haben ihre Bauwerke der Verwitterung preisgegeben. Nur so ist zu erklären, dass nach mehr als 50.000 Jahren einige Bauwerke noch gut erhalten sind, während andere stark verwittert oder vollständig ausgelöscht sind.

2843

Schatzsuche zwischen den Sternen.

Während der Koloss von Ifri sich auflöst entsteht eine riesige Fragmentwolke. Viele Schatzsucher durchstöbern das Gewirr von umherfliegenden Bauteilen nach wertvollen Objekten und Rohstoffen. In der Wolke warten unermessliche Reichtümer. Es gibt verborgende Schätze, exotische Artefakte, Scouting, Hacking, Gerüchte, Entdeckungen und Verschwörungen.

Aber die Bergungsoperationen sind mit großen Risiken verbunden. Gefragt sind harte ehrliche Arbeit, besondere Fähigkeiten, Vorsicht und Kampfbereitschaft. Reichtum und Tod liegen nahe beieinander. Der Tod kommt schnell und oft. Er ist aber nur temporär bis zum Backup, wenn es eines gibt.

Das Raumschiff war ursprünglich 200 km lang. Es ist viel größer als die mobilen Einheiten der bekannten Völker und es ist voll mit Ausrüstung. Manche der lokalen Völker haben ähnlich große Strukturen im Raum. Aber das sind vor allem Habitate oder Terminals und keine massiven Objekte.

Das Millionen Jahre alte Riesenraumschiff zerlegt sich nun selbst. Es entsteht eine Wolke aus vielen Milliarden Fragmenten. Milliarden Fragmente zu bergen und zu analysieren dauert lange. Das ist Arbeit für Jahrzehnte. Zumal alle Fragmente durcheinanderwirbeln und die Bergung gefährlich machen. Trotzdem lohnt es sich, die Risiken einzugehen.

Die Wolke aus Fragmenten ist sowohl Rohstofflager, als auch Quelle für exotische Geräte einer uralten Zivilisation. Manche Einzelteile sind sehr wertvoll als Rohstoff. Manche funktionieren noch. Man versteht nicht von allen Teilen die Funktionsweise, aber manche können erstaunliche Dinge. Es gibt exotische Waffen, ultraeffiziente Reaktoren, Nano-Werkzeuge, kompakte KI, sogar Autofabs, die Artefakte herstellen. Das meiste von dem was man findet, kann man nicht einfach in einer eigenen Fab reproduzieren. Die Artefakte entstammen einem höheren Techlevel als dem interstellaren Standard der lokalen Völker. Man bekommt sie nur in der Fragmentwolke und nur mit Glück, wenn man den richtigen Container findet, wenn man bei der Bergung nicht das Leben verliert und wenn man sich die Fracht hinterher nicht aus Versehen abjagen lässt.

An der Bergung beteiligen sich große Organisationen, wie Staaten und Konzerne, aber auch unabhängige Prospektoren auf eigene Rechnung. Es gibt oft Konflikte um einzigartige Objekte. Die Bergungsorganisationen beobachten sich gegenseitig. Sie versuchen anderen bei interessanten Objekten zuvorzukommen oder sie sich hinterher abzujagen. Man muss immer auf der Hut sein und sich und die Ladung schützen.

Es gibt sogar Piraten, die nicht selber bergen, sondern nur die Ladung von anderen an sich nehmen. Einige Prospektoren markieren Objekte oder zeichnen ihren Kurs auf, um sie später wieder zu finden. Manchmal werden diese Pläne und Codes aber auch gestohlen und an den Meistbietenden verkauft, gelegentlich auch von den eigenen Mitarbeitern. Informationsbeschaffung, Subversion, Spionageabwehr und Verteidigung sind sehr wichtig.

Schon auf dem Standard-Techlevel haben viele Geräte eine KI. So auch die Artefakte der Fragmentwolke. Allerdings ist deren KI oft hochentwickelt und schwer zu beherrschen. Man braucht dafür exzellente Hacking-Fähigkeiten. KI kann auch gefährlich sein. Einige Artefakt-KIs haben schon das Schiff der Prospektoren übernommen.

Manche Fragmente oder Container werden von wehrhaften Mechanismen geschützt. Das können Fallen sein, oder infektiöse KI oder Kampfdrohnen oder Nanokomplexe oder vielleicht sogar ein Wesen, dass durch den Demontageprozess aus seiner Millionen Jahre langen Stasis geweckt wurde.

Es gibt Gerüchte, dass einige der legendären Baumeister des Kolosses im Raumschiff oder in der Fragmentwolke aktiv sind. Wahrscheinlich sind die Baumeister selbst nur Opfer der Demontage und versuchen sich zu retten. Sollte man tatsächlich einem von ihnen begegnen und ihn aus einer Notsituation retten, dann könnte man viel von ihm lernen. Aber das sind vermutlich nur Gerüchte.

Neben der Fragmentwolke gibt es auch noch die abgestoßene Hülle, das Schiffsskelett und den kugelförmigen Kernbereich. Die Hüllenfragmente bestehen aus einem besonderen widerstandsfähigen Material, das viele gerne beim Raumschiffbau benutzen würden. Es ist schwer zu verarbeiten. Aber einige Werften zahlen hohe Preise für das Hüllenmaterial. Es gibt Organisationen, die verhindern wollen, dass ihre Gegner oder Zivilisten in den Besitz des Materials kommen.

Die Fragmentwolke besteht aus drei Teilen: der innere Bereich, die Hauptwolke und der Halo. Die Hauptwolke ist etwa kugelförmig mit einem Durchmesser von ca. 2000 km. Sie enthält die Hauptmasse der Fragmente. Dort dominieren Aggregate und Teile von Aggregaten, die zerlegt wurden. Container mit Artefakten sind selten. Aber es gibt sie. Die Hauptwolke liefert vor allem Rohstoffe. Aber auch in der Hauptwolke sind viele interessante Objekte. Man muss sie unter den Milliarden Einzelteilen nur finden.

Der innere Bereich der Wolke reicht bis in eine Entfernung von 100 km vom Schiffskörper. Dort ist die Konzentration von Containern und freifliegenden Artefakten besonders hoch. Man muss durch die Hauptwolke navigieren, um die Container-Wolke zu erreichen. Innerhalb der Containerwolke ist die Navigation wegen vielen autonom manövrierenden Einzelteilen besonders schwierig.

Der Halo erstreckt sich bis in eine Entfernung von ca. 10.000 km. Es besteht zum Großteil aus der Platten der ehemaligen Schiffshülle in Größen von wenigen Metern bis zu 100 Metern. Darunter mischen sich vereinzelt auch Aggregate und Container.

Auch das Skelett des riesigen Schiffes kann abgebaut werden. Es besteht aus einer besonders stabilen Komposite-Legierung. Natürlich ist es eine Herausforderung die Platten und Träger zu durchtrennen. Aber es ist machbar. Da sind viele Gigatonnen Baumaterial für die Werften der umliegenden Systeme, die nur abgeholt werden müssen. Ganze Flotten könnte man damit bauen. Leider gibt es semiintelligente Bots, die das Skelett patrouillieren und etwas dagegen haben, dass man es demontiert. Und manche Leute haben auch etwas dagegen, dass man sich am Skelett bedient. Aus kommerziellen, wie aus militärischen Interessen.

Der kugelförmige Kernbereich des Kolosses ist mit 200 Kubikkilometern selbst noch gigantisch groß. Er steuert die Demontage. Dort werden die Schlepper, Bots und Baumaschinen hergestellt, die die Demontage durchführen. Dort werden sie auch programmiert. Der Kernbereich ist interessant, wenn man versuchen will, den Verlauf der Demontage zu beeinflussen. Wenn man einige der Demontage-Bots programmieren könnte, dass sie bestimmte Bereiche abbauen oder wenn man Schlepper programmieren könnte, um Fragmente an bestimmte Positionen zu bringen oder wenn man Markierungen an Fragmenten anbringen könnte, damit man sie später in der Wolke wiederfindet, dann wäre viel geholfen.

Es gibt Gerüchte von Teams, die das geschafft haben. Aber man kennt nicht die Aktivierungscodes für die Markierungen. Man könnte mit einem Einsatzteam in den Kernbereich eindringen und etwas über die Arbeit der früheren Gruppe herausfinden und so auf die Spur der Aktivierungscodes oder der Zielkoordinaten kommen. Leider gibt es Bots, die den Kernbereich vor Eindringlingen schützen. Es gibt Gerüchte, dass dort sogar autonome Nanokomplexe auf Eindringlinge warten.

Der Koloss scheint die Bergung schwierig zu machen. Immer wieder werden Fragmente kurz vor der Bergung verschoben oder auf Kollisionskurs gebracht. Dafür gibt es einen Grund: der Koloss zerlegt sich nicht von selbst. Er wurde durch Wissenschaftler von Ifri dazu gebracht. Ein großer Stab von Wissenschaftlern und Ingenieuren aus vielen Disziplinen hatte 100 Jahre Zeit, das System zu analysieren und zu manipulieren. Sie haben einige Steuerorgane des Kernbereichs durch Programmierung und Täuschung der KI dazu gebracht, die Demontage durchzuführen. Wenn die zentrale KI das herausfindet, dann wird die Reaktion vermutlich drastisch ausfallen.

Ständig sind viele Ingenieure im Kernbereich damit beschäftigt, die Demontage am Laufen zu halten. Immer wieder werden Systeme durch Sicherheitsprotokolle des Schiffs zurückgesetzt und müssen neu programmiert werden. Neue Erkenntnisse über die Schätze des Raumschiffs werden in den Ablauf integriert. Einige Teile des Raumschiffs haben Kampfdrohnen hergestellt, um die Eindringlinge zu vertreiben. Deshalb arbeiten die Wissenschaftler ständig unter militärischem Schutz.

Der Demontageprozess wurde absichtlich so gestaltet, dass es für fremde Bergungsschiffe schwierig ist, die Ressourcen zu nutzen. Scheinbar spontane Manöver von Bergungsobjekten und Kollisionen sind in den Demontageprozess hineinprogrammiert, um die Bergung zu erschweren. Es sieht nach unkontrolliertem Chaos aus. Aber die Kurse der Schlepper und autonomen Container folgen komplexen Mustern. Diejenigen, die die Demontage ausgelöst haben, kennen die Bewegungsmuster und haben dadurch Vorteile. Viele Fragmente werden tatsächlich markiert. Die Markierungen können durch kodierte Funksignale aktiviert werden. Aber nur wenige kennen die Aktivierungscodes. Manche Container liefern sogar eine Inventarliste, wenn man den richtigen Code kennt.

Die Wirtschaft von Ifri wächst sehr stark. Das liegt daran, dass Ifri als nächstes System die Basis für viele Bergungsunternehmen ist und dass dort Artefakte und Rohstoffe umgeschlagen werden. Es liegt aber auch daran, dass einige Staatskonzerne von Ifri Insiderwissen haben und deshalb viel leichter an die Ressourcen der Wolke kommen. Da dies unter den Augen der anderen Prospektoren geschieht, ist es nicht einfach, das Geheimnis zu bewahren. Zu viel Glück bei der Bergung würde auffallen und es fällt auch manchen Teilnehmern auf. Die wenigen, die herausgefunden haben, wie die Ifri-Konzerne vorgehen, müssen sich bedeckt halten, sonst werden sie erbarmungslos verfolgt.

Für die Ifri-Konzerne und das ganze Ifri-System steht viel auf dem Spiel. Die Fragmentwolke ist der Schlüssel zu Wohlstand und Macht, für einzelne, für Konzerne und für das ganze System. Mancher im Ifri-System träumt schon von einem kommenden Großmachtstatus. Sie nennen es insgeheim "Le Grand Plan". Geheimdienste arbeiten daran. Und dazu gehört es, das Geheimnis zu schützen. Mit allen Mitteln. Einige sind sogar überzeugt, dass man die Ressourcen der Fragmentwolke anderen aktiv entziehen muss.

Ifri ist noch nicht stark genug, um fremden Kräften den Zugang zu verbieten. Der Koloss ist im interstellaren Leerraum weit entfernt von jedem Territorialanspruch. Das heißt aber nicht, dass man den anderen Interessenten alles überlassen muss. Manche Bergungsunfälle sind kein Zufall. Für Außenstehende ist nicht klar, warum es in der Fragmentwolke immer wieder zu Explosionen kommt. Meistens sind das Anzeichen für verdeckte Operationen von Ifri-Diensten ("Opération d'interdiction"). Aber nicht immer.

Ende des dritten Jahrtausends ist es kein Problem mehr, große persönliche Risiken einzugehen, um Fragmente zu bergen, Container zu öffnen oder Artefakte auszuprobieren; wenn man in einem Mech-Körper steckt, ein Backup hat und genug Mittel, um immer wieder in einem neuen Mech zu starten.

Es gibt selbständige Unternehmer, die genügend Mittel aufbringen können. Vielleicht weil sie am Anfang mal Glück bei der Bergung hatten und sich jetzt von den Ergebnissen finanzieren. Konzerne haben sicher die nötigen Ressourcen. Es gibt auch Arbeitssklaven, die mit dem Versprechen auf Reichtum angeheuert wurden und jetzt ständig neu vom Backup instanziiert werden ohne jemals die Belohnung zu bekommen. Sie befinden sich in einer Art Zeitschleife ohne Erinnerung an die Zeit davor. Vielleicht kommt aber eines der Opfer der Sache durch einen Zufall auf die Schliche und kann sich und andere befreien.

Daten:

- Originale Größe: 200 x 40 x 20 km

- Volumen der Ausrüstung ohne Skelett und Hülle: 80.000 Kubikkilometer

- Typische Größe von Containern: 12 x 4 x 4 m

- Typische Größe von Aggregaten und Teilen: 5 x 5 x 5 m

- Anzahl der Objekte in Container- und Aggregatgröße: 30 Milliarden

- Anzahl der Objekte größer als 10 cm: ca. 500 Milliarden

- Mittlere Geschwindigkeit manövrierender Objekte: 12 m/s

- Typischer Abstand zwischen Objekten in Containergröße in der Hauptwolke: 700 m

- Typischer Abstand zwischen Objekten im inneren Bereich: 200 m

- Masse des Halos (vor allem Hüllmaterial): 270 Milliarden t

- Masse des Skeletts: 1570 Milliarden t

- Volumen des Kernbereichs: 200 Kubikkilometer

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