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2693

Veröffentlichung der "Reisen unter fremden Sonnen" durch den Fernhandelsschiffer Kannenberg.

Kannenberg ist einer der ersten privaten Fernhändler. Nachdem er als Transportunternehmer im Solsystem sehr wohlhabend geworden war, investiert er schon früh sein gesamtes Vermögen in zwei ÜL-Frachtschiffe. Mit den Schiffen pendelt er 20 Jahre zwischen Sol und wenigen nahe gelegenen Systemen. Danach fast 40 Jahre lang immer mehr auch zwischen fremden Völkern. Seine Mannschaft setzt sich aus Wesen von 13 verschiedenen Völkern zusammen.

Seine Veröffentlichungen sind eine Mischung aus Reportage und Abenteuergeschichte, aber immer gleichzeitig Tatsachenberichte über seine Erlebnisse im Fernhandel. Sie treffen den Trend der Zeit und erreichten gewaltige Auflagen in vielen Medien. Die Geschichten haben großen Einfluss auf das Bewusstsein der solaren Menschheit, die bisher die interstellare Entwicklung kaum wahrgenommen hatte.

2694

Wesentliche Verstärkung der zum Dschungelkrieg eingesetzten Truppen auf Alway, die der Lage bisher nicht Herr werden konnten.

Es bilden sich mehrere große Zentren. Im sicheren Gebiet entstehen Agrarkolonien.

2695

Entdeckung und erste Erforschung eines gigantischen Raumschiffes im interstellaren Raum ein Lichtjahr von Ifri, der sogenannte Koloss on Ifri.

Das Raumschiff hat Zigarrenform mit einer maximalen Abmessung von 200 km und einem Volumen von 84.000 Kubikkilometern. Der Zustand der Hülle deutet auf ein Alter von mehreren Millionen Jahren hin. Trotz seiner Größe wurde die Konstruktion nur durch einen unglaublichen Zufall im interstellaren Raum entdeckt.

2696

Ausschreitungen gegen Gildeeinrichtungen auf Asgard, Abteku, Vatan ausgelöst durch die Deportation der Diobe-Kolonisten.

Terroreinsatz der gepanzerten Infanterie der Koalition gegen den von Kisor geschützten Sapio als Warnung.

2697

Umwandlung der Kobesiedlungskommission von Fox in eine planetare Regierung mit Dreikammerparlament.

Die gemeinsame Besiedlung durch Kisori und Menschen verläuft sehr friedlich und erfolgreich. Vor allem die weitgehende Übernahme des kisorischen Singularismus durch die menschlichen Siedler bildet die kulturelle Basis für die gemeinsame Gesellschaft. Zwei Generationen nach der Erstbesiedlung entwickelt sich Fox zu einem wohlhabenden Planeten. Mehrere Unternehmen haben mit dem Rohstoffabbau im erzreichen Asteroidengürtel begonnen.

2697

Im Asgard-System wird ein Gildeschiff von einer militärischen Patrouille aufgebracht und zerstört.

Asgard zahlt eine Entschädigung, verweigert aber eine offizielle Entschuldigung. Die kisorische Öffentlichkeit fordert Strafmaßnahmen.

2699

Die Planetenregierung von Äzea kündigt den Handelsvertrag mit Kisor.

Gleichzeitig wird ein Beistandspakt mit der Koalition geschlossen.

2699

Vernichtung einer größeren militärischen Einheit von Bodentruppen Kisors auf Diobe.

Befestigung des menschlichen Interessengebiets.

2700

Kisor entsendet eine Kriegsflotte, um die Raumüberlegenheit der Koalition im System Diobes zu durchbrechen.

Kämpfe mit schweren Verlusten bringen keine Entscheidung.

2700

Je'esua'a löst sich aus dem Handelsimperium der Gilden.

Je'esua'a ist seit 400 Jahren ein Handelspartner Kisors. 250 Jahre zuvor, während einer planetaren Katastrophe halfen die Gilden mit großem Einsatz. Seitdem haben Kisors Gilden ein Außenhandelsmonopol. Das Volk von Je'esua'a hat den Eindruck, dass die Gilden seit über 100 Jahren ihre Konkurrenz untereinander eingeschränkt haben und Preise absprechen. Das Handelsmonopol wird für ungültig erklärt. Blockade durch Gildeschiffe.

2702

Landung auf Je'esua'a und Besetzung durch Kisors Truppen.

Die Gilden unterstützen den Putsch einer Regionalmacht gegen die herrschende Fraktion.

2702

Zuspitzung der Lage auf Khedron.

Die von Kisor unterstützten Guerillas stoßen bis in die Städte vor.

2702

Schwere Raum- und Bodenkämpfe im System Je'esua'as.

Die Kämpfe zwischen Putschisten und Legalen werden auf beiden Seiten durch externe Kräfte unterstützt.

2702

Tawanna-Blockade.

Die Unterstützung der solaren Koalition für die menschlichen Partisanen auf Tawanna wird durch Gildeschiffe unterbunden.

2702

Eingliederung der Kolonie Obskon in die Drei Königreiche.

Menschen begeben sich freiwillig unter den Schutz eines fremden Volkes. Obskon ist so weit vom Solsystem entfernt, dass die Entwicklung in der inneren Sphäre kaum wahrgenommen wird.

2703

Angriff der Flotte von Kisor gegen Ohni.

Zerstörung der neu aufgebauten Mienenanlagen. Internierung der Menschen.

2703

Afro, eine wichtige Handelskolonie Kisors bietet der Koalition einen militärischen Stützpunkt und die Handelsmission der Gilden an.

Kurzzeitiger Terroreinsatz von Kisors Truppen, der mit Atomwaffen geführt wird.

Der Denkweise der Völker von Afro entsprechend, wurden die Gildeeinrichtungen gewaltsam geräumt und die 124 Gildevertreter ermordet, da sie für die Bewohner Afro nicht mehr nützlich waren. Die Mentalität der Kisori, die der menschlichen sehr ähnlich ist, wertete dies natürlich als Provokation. Der Rat der Gilden war vermutlich mit der Denkweise der Afro-Bewohner vertraut und wurde nur durch den Meinungsumschwung Afros, nicht aber durch die Folgen überrascht. Die kisorische Öffentlichkeit nahm den Vorfall aber nicht hin, sondern forderte Vergeltung. Die Vergeltung wurde als bodennaher Terroreinsatz gegen die Infrastruktur einer Industriemetropole auf Afros Südhalbkugel durchgeführt, dem 23.000 Bewohner zum Opfer fielen.

2704

Die Völker von Neith lehnen sich gegen die Herrschaft des Königreichs Deimas auf.

Unabhängigkeitserklärung Neiths. Rückeroberungsversuch durch Deimas. Massive Waffenhilfe Kisors für Neith.

2704

Eine Freiwilligenarmee von Germania verhindert die Versklavung der Völker Kelans durch Neobarbaren.

Zusätzlich Hilfe unbekannter aaronischer Söldner.

2705

Kriegserklärung der Koalition an Kisor. Beginn des Kriegs gegen die Kisor Zwillinge.

Die Geschichtsschreibung nennt dieses Jahr als Beginn des Kriegszustands. Alles was vorher geschehen war, fällt unter die Begriffe Zwischenfall, Kommandounternehmen oder Polizeiaktion.

Schon seit 20 Jahren gibt es ständig direkte militärische Konfrontationen zwischen Soldaten der solaren Koalition und Kisors. Doch nahm die Öffentlichkeit davon weniger Notiz, als von spektakulären Aktionen, wie der Deportierung der solaren Diobe-Kolonisten oder der Ermordung der kisorischen Gildevertreter auf Afro.

Solche Ereignisse wären aber kein Anlass für einen totalen Krieg gewesen. Der Krieg entwickelt sich aus einer Eskalation der Gewalt, die wie so oft, auf unterschiedliche Verhältnisse und Denkweisen zweier Zivilisationen zurückzuführen ist.

Die öffentliche Meinung der Koalition nimmt den Kisor-Zwillingen vor allem ihre schnelle Bereitschaft übel, alle gegen Menschen gerichteten Aktionen zu unterstützen und die Koalitionsregierung fürchtet die Rivalität des technisch immer noch höherstehenden Kisor. Das Volk der Kisor-Planeten ist empört über die Kompromisslosigkeit mit der die Siedler auf schon bewohnten Planeten vorgehen, während der Rat der Gilden befürchtet seinen Einfluss und damit seine kommerzielle Macht in der Region zu verlieren.

So sind beide Regierungen entschlossen, ein Exempel zu statuieren und ihren Anspruch im Sektor Deimas durchzusetzen. Die beiden Kontrahenten werden erst nur durch Waffenlieferungen, dann aber auch durch Truppen unterstützt. Dies führt zur taktischen Notwendigkeit auch die Nachschubbasen des Gegners anzugreifen. Die ersten zwei interstellaren Stützpunkte, die angegriffen werden, gehörten Kisor. Kisor schlug zurück und bombardiert Koalitionsstützpunkte. Die Basen der Koalition liegen auf bewohnten Planeten und sind an Kolonien angeschlossen, während die Kisors auf unbewohnten Planeten lagen. Beim Angriff auf eine Koalitionsbasis bei Ifri wird nicht nur der militärische Stützpunkt getroffen, sondern auch mehrere Städte in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt große Verluste unter der zivilen Bevölkerung. Die Koalitionsregierung sieht in einem Angriff auf Kisor die einzige angemessene Möglichkeit zu reagieren. Deshalb wird die Kriegserklärung abgegeben.

Der Überfall auf ihren Heimatplaneten kommt für die Bewohner Kisors völlig überraschend, da sie seit Jahrhunderten nur Stellvertreterkriege ausgefochten hatten und keinesfalls eine solche Eskalation erwarten.

Tatsächlich sind Angriffe auf den Heimatplaneten auch für Kisor nicht unbekannt. Kisor wurde im Lauf der Geschichte mehrmals überfallen und stark verwüstet. Allerdings waren diese Angriffe fast ausschließlich auf Neobarbaren zurückzuführen und nicht vergleichbar mit einem totalen Krieg zwischen zwei etablierten Völkern. Der letzte bedeutsame Angriff auf das Kisor-System liegt 150 Jahre zurück.

Die Blütezeit der Menschheit hätte wahrscheinlich noch mehrere Jahrzehnte angehalten, wäre sie nicht durch den ersten Krieg gegen Kisor abrupt beendet worden.

Vom Krieg sind nur die inneren Kolonien in Richtung Kisors bis 150 Lichtjahre, auf der abgewandten Seite bis 80 Lichtjahre und die Koalition selbst betroffen. Die äußeren Kolonien v.a. in Richtung galaktisches Zentrum werden kaum berührt.

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